Biographie

Die europäische Blasmusik von heute ist geprägt von einer Generation von Komponisten, die während der vergangenen Jahrzehnte dieses Repertoire um interessante Originalkompositionen bereichert hat. Einer der wichtigsten Vertreter dieser Generation ist zweifellos Jan Van der Roost.

Jan Van der Roost wurde 1956 im belgischen Duffel geboren. Schon in jungen Jahren kam er mit den prominenten Namen der Musik für Blasorchester, Fanfareorchester und Brass Band in Berührung, was ihn dazu inspirierte, selbst etwas zu Papier zu bringen. Er studierte Posaune, Musikgeschichte und Musikpädagogik am Lemmens-Institut in Leuven (Löwen). An den Königlichen Konservatorien von Ghent und Antwerpen qualifizierte er sich in weiterführenden Studien zum Dirigenten und Komponisten.

Derzeit unterrichtet Jan Van der Roost am Lemmens-Institut in Leuven (Belgien) und ist darüber hinaus als außerordentlicher Gastdozent am Shobi Institute of Music in Tokio, als Gastdozent an der Nagoya University of Arts und ebenfalls als Gastdozent am Senzoku Gakuen in Kawasaki (alle Japan) tätig. Außer als überaus produktiver Komponist ist er als Jurymitglied, Lektor, Workshopleiter und Gastdirigent sehr gefragt. Seine musikalischen Aktivitäten erstreckten sich bereits über mehr als 45 Länder auf vier Kontinenten und seine Kompositionen werden weltweit gespielt und aufgenommen.

Anfang des Jahres 2001 wurde eine CD mit vier seiner Kammermusikwerke bei EMI Classics veröffentlicht und das Slowakische Radio-Sinfonieorchester (Bratislava) nahm drei seiner Kompositionen auf, die 2003 beim deutschen Label Valve-Hearts erschienen. Im Jahr 2004 produzierte Phaedra Records eine weitere klassische CD mit seinen Werken, darunter Solokonzerte für Trompete, Gitarre und Horn. 2013 erschien die CD Sirius beim renommierten amerikanischen Label Parma Records mit dem St. Petersburg State Symphony Orchestra und drei von Jan Van der Roosts Orchesterwerken. Einige seiner großen Blasorchesterwerke (Sinfonia Hungarica, From Ancient Times, Spartacus, Poeme Montagnard und Sinfonietta) wurden bei Naxos veröffentlicht – gespielt von den Philharmonic Winds Osakan aus Japan, unter der Direktion des Komponisten.

Jan Van der Roosts Werkliste deckt ein große Bandbreite an Genres und Musikstilen ab; sie enthält zwei Oratorien, eine Kinderoper, eine Kantate, eine Sinfonie und mehrere kleinere Werke für Sinfonieorchester, ein Gitarrenkonzert (Joaquin Rodrigo gewidmet), ein Konzert für Trompete und Streichorchester (dem norwegischen Virtuosen Ole Edvard Antonsen gewidmet), ein Doppelkonzert für zwei Klarinetten und Streichorchester (Walter und Anne Boeykens gewidmet), ein Konzert für Klarinette und Sinfonieorchester (dem Auftraggeber Eddy Vanoosthuyse gewidmet), Images für Altsaxophon und Kammerorchester, einen Liederzyklus für Bariton und Kammerorchester, Werke für Streicher und Kammerorchester, Kammermusik, zahlreiche Kompositionen für Brass Band und Blasorchester (darunter die Sinfonia Hungarica, eine dreisätzige Sinfonie für Großes Blasorchester und Sinfonietta), Chormusik und Instrumentalsoli. Viele dieser Kompositionen wurden bereits im Radio und Fernsehen zahlreicher Länder ausgestrahlt und die meisten davon von renommierten Musikern auf CD eingespielt. Jan Van der Roost schreibt ausschließlich Auftragswerke; die Aufträge kommen aus Belgien, Holland, der Schweiz, den USA, Japan, Spanien, Frankreich, Singapur, Österreich, Kanada, Norwegen, Deutschland, Brasilien, Finnland, Luxemburg, Ungarn, Kolumbien, Kroatien und England.